Die Cannabis Monster Cropping Technik ist eine der faszinierendsten und effektivsten Methoden im fortgeschrittenen Indoor-Anbau – sie verwandelt blühende Stecklinge in außergewöhnlich buschige, hochverzweigte Pflanzen mit enormem Ertragspotenzial. Anders als klassisches Klonen von vegetativen Pflanzen werden beim Cannabis Monster Cropping Stecklinge direkt aus der Blütephase geschnitten, zurück in den Vegetationszyklus gebracht und entwickeln dabei eine einzigartige, chaotische Wuchsstruktur voller Nebentriebe. Wer diese Methode beherrscht, kann ohne zusätzliche Mutterplanzen jederzeit genetisch identische Klone mit maximaler Verzweigung produzieren. In diesem Artikel erfährst du alles über den genauen Ablauf, den richtigen Zeitpunkt, häufige Fehler und wie du das Beste aus dieser fortgeschrittenen Technik herausholst.
Was ist Cannabis Monster Cropping? Die Grundidee erklärt

Cannabis Monster Cropping – auch bekannt als Re-Vegging-Klonen oder Flowering Cloning – beschreibt eine Technik, bei der Stecklinge während der Blütephase von der Mutterpflanze abgetrennt werden. Diese Stecklinge werden anschließend wieder unter einen 18/6-Lichtzyklus gestellt, um sie zur erneuten vegetativen Wachstumsphase zu bringen. Dieser Prozess wird als Re-Vegging bezeichnet.
Das Besondere an dieser Methode liegt in der biologischen Reaktion der Pflanze: Wenn ein bereits blühender Ast gezwungen wird, zurück in den vegetativen Zustand zu wechseln, reagiert er mit einer explosiven Bildung neuer Wachstumspunkte. Statt der üblichen zwei Seitentriebe pro Knoten entstehen oft vier, sechs oder noch mehr Triebe gleichzeitig. Das Ergebnis ist eine extrem dichte, buschige Pflanze – daher der Name ‚Monster‘ Cropping.
Wichtig zu verstehen: Cannabis Monster Cropping funktioniert ausschließlich bei photoperiodischen Cannabis-Sorten. Autoflowering Sorten reagieren nicht auf Lichtzyklusänderungen und können diesen Re-Vegging-Prozess nicht durchlaufen. Wer also Autoflower anbaut, muss auf diese Technik verzichten.
- Stecklinge werden in der Blüte (2.–5. Blütewoche) geschnitten
- Rückführung in vegetativen Zustand durch 18/6-Lichtzyklus
- Resultat: extrem verzweigte, buschige Klone
- Keine separate Mutterpflanze notwendig
- Nur für photoperiodische Sorten geeignet
Cannabis Monster Cropping Technik: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Der erste Schritt beim Cannabis Monster Cropping ist die Wahl des richtigen Zeitpunkts. Der ideale Moment zum Schneiden liegt zwischen der zweiten und fünften Blütewoche. In dieser Phase sind die Äste bereits in die Blüte eingestiegen, aber noch nicht so weit entwickelt, dass eine erfolgreiche Bewurzelung schwierig wird. Stecklinge aus der späteren Blüte (ab Woche 6) haben eine deutlich geringere Bewurzelungsrate.
Wähle gesunde, kräftige Äste aus dem mittleren Bereich der Pflanze. Schneide den Ast mit einem sauberen, scharfen Skalpell oder Schere in einem 45-Grad-Winkel ab. Die Länge sollte 8–15 cm betragen, mit mindestens zwei bis drei Knoten. Entferne die Blütenansätze und unteren Blätter, sodass nur die oberen zwei bis drei Blattpaare verbleiben. Tauche den Schnittbereich sofort in Bewurzelungsgel oder -pulver.
Setze die Stecklinge in ein bewährtes Bewurzelungsmedium – Steinwolle-Würfel, Jiffy-Pellets oder leichtes, luftiges Substrat haben sich bewährt. Halte die Luftfeuchtigkeit hoch (70–80 %), die Temperatur bei 22–26 °C und reduziere die Lichtintensität. Unter einem 18/6-Lichtzyklus beginnt der Re-Vegging-Prozess. Geduld ist jetzt gefragt: Die Bewurzelung dauert bei Monster-Cropping-Stecklingen deutlich länger als bei vegetativen Klonen – rechne mit 2–4 Wochen.
Sobald die ersten Wurzeln sichtbar sind, beginnt die eigentliche ‚Monster‘-Phase. Die Pflanze zeigt zunächst ungewöhnliche, runde Blätter ohne die typischen Finger-Struktur – das ist völlig normal und ein Zeichen für erfolgreichen Re-Vegging. Nach und nach entwickeln sich die charakteristischen Cannabis-Blätter zurück, gleichzeitig explodiert die Anzahl der Wachstumspunkte. In dieser Phase kannst du mit LST (Low Stress Training) beginnen, um die Triebe optimal zu positionieren.
- Schritt 1: Steckling in Blütewoche 2–5 schneiden (45-Grad-Schnitt)
- Schritt 2: Blütenansätze entfernen, nur obere Blätter belassen
- Schritt 3: Bewurzelungsgel verwenden, in feuchtes Medium setzen
- Schritt 4: 18/6-Lichtzyklus, 70–80 % Luftfeuchtigkeit, 22–26 °C
- Schritt 5: 2–4 Wochen Bewurzelung abwarten
- Schritt 6: Nach Anwachsen mit Training beginnen
Cannabis Monster Cropping Technik: Vorteile gegenüber klassischen Methoden

Der offensichtlichste Vorteil von Cannabis Monster Cropping gegenüber klassischem Klonen ist die überlegene Wuchsstruktur der entstehenden Pflanzen. Während ein vegetativer Klon die Wuchsform der Mutterpflanze weitgehend übernimmt, entwickelt ein Monster-Cropping-Klon durch den Re-Vegging-Prozess eine einzigartig dichte Struktur mit zahlreichen Wachstumspunkten. Das bedeutet mehr Kolas, mehr Ertrag und eine Pflanze, die von Natur aus für Techniken wie SCRoG oder LST geeignet ist.
Ein weiterer enormer Vorteil: Du benötigst keine separate Mutterpflanze. Im klassischen Grow-Setup nimmt eine Mutterpflanze dauerhaft Platz, Licht und Ressourcen in Anspruch – ohne selbst zur Ernte beizutragen. Mit Cannabis Monster Cropping kannst du während der Blüte deiner aktuellen Pflanzen bereits die nächste Generation anlegen. Das macht den Grow-Zyklus effizienter und die Logistik einfacher.
Cannabis Monster Cropping eignet sich auch hervorragend als Alternative zum Cannabis Topping, wenn du eine Pflanze mit vielen gleichwertigen Haupttrieben anstrebst, ohne aktiv in die wachsende Pflanze einzugreifen. Die natürliche Verzweigung durch Re-Vegging erzeugt ein ähnliches Ergebnis mit weniger manuellem Aufwand. Kombiniert mit gezielten Trainingsmethoden lassen sich außergewöhnliche Erträge auf kleiner Fläche realisieren.
- Extreme natürliche Verzweigung ohne zusätzliches Topping nötig
- Keine separate Mutterpflanze erforderlich – spart Platz und Ressourcen
- Perfekte Ausgangspflanze für SCRoG und LST-Setups
- Genetisch identische Klone mit verbesserten Wuchseigenschaften
- Lückenloser Grow-Zyklus ohne Wartezeiten
Re-Vegging verstehen: Was passiert biologisch beim Cannabis Monster Cropping?

Um Cannabis Monster Cropping wirklich zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die biologischen Prozesse. Cannabis reagiert auf Licht als primären Auslöser für den Wechsel zwischen vegetativer Phase und Blüte. Wenn photoperiodische Pflanzen länger als 12 Stunden Dunkelheit pro Tag erfahren, schüttet die Pflanze Phytohormone aus, die das Blühen einleiten. Kehrt man diesen Prozess um – durch einen 18/6-Lichtzyklus – beginnt die Pflanze mit der Rückentwicklung.
Beim Re-Vegging baut die Pflanze die blütenspezifischen Strukturen schrittweise ab und aktiviert erneut vegetative Wachstumsprogramme. Die meristematischen Gewebe (Wachstumspunkte) werden aus ihrer blühenden Ruhephase geweckt und beginnen, vegetativ zu wachsen. Da während der Blütephase zahlreiche latente Knospen angelegt wurden, die im normalen vegetativen Wachstum nicht aktiviert worden wären, entwickeln sich beim Re-Vegging ungewöhnlich viele Seitentriebe gleichzeitig.
Die ersten Anzeichen erfolgreichen Re-Veggings erkennst du an den neuen Blättern: Sie erscheinen zunächst rund und einblättrig, ohne die typische Fingerstruktur von Cannabis. Das ist kein Zeichen für einen Mangel oder eine Krankheit, sondern ein normaler Übergangsphänomen. Erst nach einigen Wochen nehmen die neuen Blätter wieder die bekannte, gezackte Form an. Parallel dazu multiplizieren sich die Wachstumspunkte – was die charakteristische ‚Monster‘-Optik erzeugt.
Einen wichtigen Einfluss auf den Erfolg des Re-Vegging haben auch der Ernährungszustand und die Wurzelgesundheit. Stecklinge aus nährstoffarmen Pflanzen oder mit beschädigten Schnittstellen bewurzeln deutlich schlechter. Achte darauf, dass deine Mutterpflanze in der Blüte gut versorgt ist – besonders Kalziummangel oder andere Nährstoffdefizite schwächen die Stecklinge und reduzieren die Erfolgsrate erheblich.
- Lichtzyklus-Wechsel auf 18/6 löst Re-Vegging aus
- Latente Blütenknospen werden zu vegetativen Trieben
- Erste neue Blätter sind rund und einblättrig – völlig normal
- Nährstoffversorgung der Mutterpflanze beeinflusst Erfolgsrate
- Prozess dauert 3–6 Wochen bis zur vollständigen Re-Vegetation
Häufige Fehler beim Cannabis Monster Cropping vermeiden

Der häufigste Fehler beim Cannabis Monster Cropping ist das falsche Timing. Stecklinge zu früh – in der ersten Blütewoche – zu schneiden bedeutet, dass die hormonelle Umstellung auf Blüte noch nicht weit genug fortgeschritten ist, um den charakteristischen ‚Monster‘-Effekt zu erzeugen. Stecklinge zu spät – ab Woche 6 oder 7 – haben bereits zu viel Energie in die Blütenentwicklung investiert und bewurzeln extrem schlecht oder gar nicht. Das optimale Fenster liegt klar zwischen Woche 2 und 5.
Ein weiterer verbreiteter Fehler ist mangelnde Hygiene beim Schneiden. Blühende Pflanzen sind sensibler als vegetative, da ihre Abwehrmechanismen auf Blütenproduktion ausgerichtet sind. Benutze immer sterile Werkzeuge und desinfiziere deine Schere oder dein Skalpell zwischen den Schnitten. Verunreinigungen können zu Stängelwurzelfäule führen und den Steckling vernichten, bevor er Wurzeln bildet.
Viele Grower unterschätzen außerdem, wie lange Monster-Cropping-Stecklinge zum Bewurzeln brauchen. Während vegetative Klone oft in 7–14 Tagen wurzeln, benötigen blühende Stecklinge häufig das Doppelte. Wer nach zwei Wochen ohne sichtbare Wurzeln aufgibt, verschwendet wertvolles Pflanzenmaterial. Halte die Bedingungen konstant und gib den Stecklingen ausreichend Zeit. Auch die Luftfeuchtigkeit wird oft vernachlässigt: Zu trockene Luft lässt die Stecklinge welken, bevor sie Wurzeln bilden können.
Schließlich ist zu intensive Düngung in der Bewurzelungsphase ein häufiger Fehler. Stecklinge brauchen in den ersten Wochen kaum bis keine zusätzlichen Nährstoffe. Überdüngung führt zu verbrannten Wurzelspitzen und verlangsamt die Bewurzelung deutlich. Beginne erst mit leichter Düngung, wenn die ersten echten vegetativen Blätter erscheinen und die Pflanze aktiv wächst. Mehr Infos zu diesem Thema findest du in unserem Artikel über Cannabis Überdüngung.
- Falsches Timing: zu früh (Wo. 1) oder zu spät (Wo. 6+) schneiden
- Mangelnde Hygiene beim Schneiden – sterile Werkzeuge sind Pflicht
- Zu wenig Geduld: Bewurzelung dauert 2–4 Wochen oder länger
- Zu niedrige Luftfeuchtigkeit während der Bewurzelungsphase
- Überdüngung in der frühen Bewurzelungsphase vermeiden
- Re-Vegging-Phase nicht mit Krankheit oder Mangel verwechseln
Monster Cropping mit anderen Cannabis Techniken kombinieren

Monster Cropping entfaltet sein volles Potenzial, wenn es mit anderen Trainingstechniken kombiniert wird. Die durch Re-Vegging erzeugte Pflanzenstruktur ist geradezu ideal für den Einsatz in einem SCRoG-Setup: Die vielen gleichwertigen Triebe lassen sich perfekt durch das Netz führen und ergeben einen gleichmäßigen Canopy. In Kombination ergeben Monster Cropping und SCRoG eines der ertragreichsten Indoor-Setups überhaupt. Eine detaillierte Anleitung zu dieser Kombination findest du in unserem Guide zu Cannabis SCRoG.
Auch LST (Low Stress Training) harmoniert hervorragend mit Monster-Cropping-Pflanzen. Da die Pflanze bereits von Natur aus viele Wachstumspunkte auf einer flachen Ebene entwickelt, reicht oft schon sanftes Niederbinden aus, um eine perfekte, gleichmäßige Fläche zu schaffen. Der Aufwand ist geringer als bei konventionell gewachsenen Pflanzen, das Ergebnis oft überlegen.
FIMing oder Topping von Monster-Cropping-Pflanzen ist möglich, aber in den meisten Fällen nicht notwendig. Die natürliche Verzweigung durch Re-Vegging erzeugt bereits so viele Wachstumspunkte, dass zusätzliche Eingriffe den Stress erhöhen, ohne proportionalen Mehrnutzen zu bringen. Wenn du dennoch toppen möchtest, warte bis die Pflanze vollständig re-vegetiert ist und mindestens 8–10 kräftige vegetative Knoten gebildet hat.
Monster Cropping eignet sich besonders gut für perpetual Grows – also kontinuierliche Anbauzyklen, bei denen immer Pflanzen in verschiedenen Phasen vorhanden sind. Indem du während jeder Blüte bereits Stecklinge für den nächsten Zyklus nimmst, schaffst du einen nahtlosen Ablauf ohne Unterbrechungen und ohne separate Mutterpflanzen-Kammer. Das spart Platz, Strom und Ressourcen bei gleichbleibend hoher Genetikqualität.
- SCRoG + Monster Cropping = maximaler Indoor-Ertrag auf kleiner Fläche
- LST eignet sich perfekt für die buschige Monster-Wuchsform
- Topping ist meist nicht nötig – natürliche Verzweigung reicht aus
- Ideal für perpetual Grows ohne separate Mutterpflanzen-Kammer
- Kombination mit Defoliation in der Blüte für bessere Lichtpenetration
Cannabis Monster Cropping Technik: Optimale Umgebungsbedingungen

Damit Monster-Cropping-Stecklinge erfolgreich bewurzeln und re-vegetieren, sind stabile Umgebungsbedingungen entscheidend. Die optimale Temperatur während der Bewurzelungsphase liegt zwischen 22 und 26 °C. Temperaturen unter 18 °C verlangsamen die Wurzelbildung erheblich, Temperaturen über 28 °C erhöhen das Risiko von Schimmel und Wurzelfäule. Eine Heizmatte unter dem Bewurzelungsmedium kann in kühleren Umgebungen sehr hilfreich sein.
Die Luftfeuchtigkeit sollte während der Bewurzelung bei 70–80 % gehalten werden. Höhere Werte (über 85 %) erhöhen das Schimmelrisiko, niedrigere Werte lassen die Stecklinge durch die Blattfläche zu viel Wasser verdampfen. Eine Propagator-Box oder ein umgestülpter PET-Behälter über den Stecklingen schafft ein feuchtes Mikroklima und reduziert die notwendige Bewässerung. Lüfte täglich kurz, um Schimmelbildung zu vermeiden.
Die Lichtintensität in der Bewurzelungsphase sollte bewusst reduziert werden. Starkes Licht belastet den bewurzellosen Steckling, da er keine ausreichende Wasserversorgung über Wurzeln ausgleichen kann. Schwache Leuchtstoffröhren, T5-Leuchtmittel oder auf maximale Höhe gedimmte LEDs sind ideal. Sobald die ersten Wurzeln sichtbar sind und neue vegetative Blätter wachsen, kann die Lichtintensität schrittweise erhöht werden. Achte auf eine gute Grundbelüftung im Growroom ohne direkte Zugluft auf die Stecklinge – mehr dazu findest du in unserem Artikel zur Cannabis Belüftung in der Growbox.
Der pH-Wert des Bewässerungswassers ist auch beim Monster Cropping nicht zu vernachlässigen. Halte den pH-Wert zwischen 6,0 und 6,5 bei Erde-Setups bzw. 5,5–6,0 bei Steinwolle oder anderen inerten Medien. Ein falscher pH-Wert blockiert die Nährstoffaufnahme und kann – auch bei ausreichender Bewurzelung – dazu führen, dass die Pflanze gelbe Blätter entwickelt oder das Wachstum stagniert. Regelmäßiges Messen ist daher unerlässlich.
- Temperatur: 22–26 °C für optimale Bewurzelung
- Luftfeuchtigkeit: 70–80 % in der Bewurzelungsphase
- Niedrige Lichtintensität in den ersten 2 Wochen
- pH-Wert: 6,0–6,5 (Erde) oder 5,5–6,0 (inert)
- Keine direkte Zugluft auf Stecklinge – feuchtes Mikroklima schaffen
- Täglich kurz lüften zur Schimmelprävention
Häufig gestellte Fragen
Funktioniert Monster Cropping auch bei Autoflowering Sorten?
Nein, Monster Cropping funktioniert ausschließlich bei photoperiodischen Cannabis-Sorten. Autoflowering Pflanzen blühen unabhängig vom Lichtzyklus und können nicht durch einen Wechsel auf 18/6 zurück in die vegetative Phase gebracht werden. Re-Vegging ist bei Autos genetisch nicht möglich.
In welcher Blütewoche ist Monster Cropping am effektivsten?
Das optimale Fenster für Monster Cropping liegt zwischen der zweiten und fünften Blütewoche. In Woche 2–3 sind die Stecklinge noch kräftig genug zum Bewurzeln, aber schon weit genug in der Blüte, um den charakteristischen Monster-Effekt zu erzeugen. Ab Woche 6 sinkt die Erfolgsrate deutlich.
Wie lange dauert es, bis Monster-Cropping-Stecklinge bewurzeln?
Monster-Cropping-Stecklinge brauchen deutlich länger als vegetative Klone. Rechne mit 2–4 Wochen bis zur sichtbaren Bewurzelung. In manchen Fällen kann es bis zu 5–6 Wochen dauern. Gib den Stecklingen ausreichend Zeit und gib nicht zu früh auf, solange sie noch grün und lebendig aussehen.
Warum hat mein Monster-Cropping-Klon seltsam runde Blätter?
Das ist völlig normal! Während des Re-Veggings produziert die Pflanze zunächst runde, oft einblättrige Blätter ohne die typische Cannabis-Fingerstruktur. Dieses Phänomen ist ein Zeichen für erfolgreichen Re-Vegging und kein Hinweis auf Krankheit oder Mangel. Nach einigen Wochen nehmen die neuen Blätter wieder die gewohnte Form an.
Kann ich Monster Cropping mit SCRoG oder LST kombinieren?
Ja, und das ist sogar sehr empfehlenswert! Monster-Cropping-Pflanzen sind durch ihre natürliche Hyperverzweigung ideal für SCRoG und LST geeignet. Die vielen gleichwertigen Triebe lassen sich perfekt durch ein SCRoG-Netz führen oder mit Bindedraht niederbinden, um eine gleichmäßige Canopy zu erzeugen und den Ertrag zu maximieren.
Brauche ich für Monster Cropping eine separate Mutterpflanze?
Nein – das ist einer der größten Vorteile von Monster Cropping. Du nimmst Stecklinge direkt von deinen blühenden Pflanzen, bevor du sie erntest. So brauchst du keine separate Mutterpflanzen-Kammer, sparst Platz und Energie und kannst trotzdem jederzeit genetisch identische Klone produzieren.
Was ist der Unterschied zwischen Monster Cropping und normalem Klonen?
Beim klassischen Klonen werden Stecklinge von vegetativen Pflanzen geschnitten. Beim Monster Cropping werden blühende Äste verwendet, die dann re-vegetiert werden. Der Re-Vegging-Prozess erzeugt eine deutlich stärkere Verzweigung als bei normalen Klonen, die Bewurzelung dauert aber länger und ist anforderungsreicher.
Fazit
Die Cannabis Monster Cropping Technik ist für fortgeschrittene Grower eine der spannendsten Möglichkeiten, ohne Mutterpflanzen-Kammer genetisch identische Klone mit außergewöhnlicher Wuchsstruktur zu produzieren. Das Re-Vegging blühender Stecklinge erzeugt Pflanzen mit extremer Verzweigung, die sich ideal für SCRoG, LST und perpetual Grows eignen. Wer die wichtigsten Parameter – Timing, Hygiene, Luftfeuchtigkeit und Geduld – im Griff hat, wird mit Monster-Cropping-Pflanzen belohnt, die konventionelle Klone in puncto Verzweigung und Ertragspotenzial deutlich übertreffen. Denke daran: Diese Technik ist ausschließlich für photoperiodische Sorten geeignet und erfordert etwas Übung, bevor sie zuverlässig funktioniert.
