Die Cannabis SCRoG Screen of Green Methode gehört zu den effektivsten Techniken, um aus wenigen Pflanzen maximale Erträge herauszuholen. Dabei wird ein horizontales Netz über die Pflanzen gespannt, das die Triebe gleichmäßig verteilt und dafür sorgt, dass die Lichtfläche optimal ausgenutzt wird — eine gleichmäßige Lichtverteilung wirkt sich laut Bayerischer Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau direkt auf Ertrag und Pflanzengesundheit aus. Gerade im Indoor-Anbau unter begrenzter Beleuchtungsfläche ist Cannabis SCRoG eine der sinnvollsten Investitionen in Zeit und Material. In diesem Artikel erfährst du Schritt für Schritt, wie du das Netz richtig aufbaust, wann du mit dem Einweben beginnst und welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest.
Was ist Cannabis SCRoG Screen of Green?

Cannabis SCRoG steht für ‚Screen of Green‘ und beschreibt eine Trainingstechnik, bei der ein horizontales Netz oder Gitter in einer bestimmten Höhe über den Pflanzen montiert wird. Die Triebe der Cannabispflanze werden durch die Maschen des Netzes geführt und so in die Horizontale gezwungen. Das Ziel ist eine gleichmäßige, flache Wuchsfläche, die das gesamte Licht der Lampe effizient nutzt.
Im Gegensatz zur Sea of Green Methode (SoG), bei der viele kleine Pflanzen schnell in die Blüte geschickt werden, setzt Cannabis SCRoG auf wenige Pflanzen mit intensivem Training. Eine einzige gut trainierte Pflanze kann unter einem Cannabis SCRoG-Netz die Fläche eines gesamten Growzeltes ausfüllen. Das reduziert den Bedarf an Stecklingen und Samen, erhöht aber den Zeitaufwand pro Pflanze deutlich.
Die Methode eignet sich hervorragend für den Indoor-Anbau, weil sie die Lichteffizienz maximiert. Ohne Training wächst Cannabis natürlich als Busch oder Baum mit einem dominanten Haupttrieb. Dieser überragt alle anderen Äste und nutzt das Licht alleine am besten. Mit dem Cannabis SCRoG-Netz wird dieser Höhenunterschied ausgeglichen, sodass alle Triebspitzen auf derselben Ebene liegen und gleichmäßig beleuchtet werden.
- Wenige Pflanzen, maximale Flächennutzung
- Gleichmäßige Lichtverteilung auf allen Triebspitzen
- Geeignet für photoperiodische Sorten mit langer Veg-Phase
- Reduziert Hot Spots und schützt vor Lichtverbrennungen
- Kombination mit Topping oder LST besonders effektiv
Cannabis SCRoG vs. andere Cannabis Trainingstechniken

Bevor du mit dem Cannabis SCRoG-Aufbau beginnst, lohnt sich ein kurzer Vergleich mit anderen Methoden. Beim Cannabis LST (Low Stress Training) werden die Äste einfach mit Drähten oder Schnüren nach unten gebunden, ohne Netz. LST ist einfacher, aber weniger systematisch als Cannabis SCRoG. Das Netz beim SCRoG gibt eine klare Struktur vor und macht die Pflege übersichtlicher.
Topping und FIMing werden häufig als Vorbereitung für SCRoG eingesetzt. Durch das Entfernen des Haupttriebs entstehen mehrere gleichwertige Seitentriebe, die sich ideal unter dem Netz verteilen lassen. Die Kombination aus Topping und SCRoG ist deshalb sehr verbreitet. Wenn du tiefer in die Grundlagen einsteigen möchtest, findest du im Anbau-Guide für Trainingstechniken alle Methoden im Überblick.
SCRoG eignet sich weniger für Autoflower-Sorten, weil diese aufgrund ihrer kurzen Vegetationsphase nicht genug Zeit haben, das Netz vollständig zu füllen. Für photoperiodische Sorten, die du flexibel lange vegetieren lassen kannst, ist SCRoG hingegen ideal. Je länger die Veg-Phase, desto mehr Triebe entstehen und desto voller wird das Netz.
- LST: einfacher, aber weniger strukturiert als SCRoG
- Topping als ideale Vorbereitung für SCRoG
- Autoflower: SCRoG nur eingeschränkt empfehlenswert
- Photoperiodische Sorten: perfekte Kombination mit SCRoG
- SCRoG erfordert mehr Planung, liefert dafür gleichmäßigere Ergebnisse
Das richtige Material für den SCRoG Aufbau

Für den Aufbau eines SCRoG-Netzes brauchst du nicht viel. Das Wichtigste ist ein Netz oder Gitter mit einer Maschengröße von etwa 5 x 5 cm bis 10 x 10 cm. Kleinere Maschen erschweren das Einweben der Triebe, größere lassen zu viel Spielraum und verringern die Kontrolle. Im Handel gibt es fertige SCRoG-Netze aus Nylon oder Kunststoff, die einfach in der Growbox zu befestigen sind.
Alternativ kannst du ein Netz selbst bauen. Ein einfacher Holzrahmen aus Latten, bespannt mit Schnur oder Angelschnur, funktioniert genauso gut. Wichtig ist, dass der Rahmen stabil ist und das Gewicht der Triebe in der Blüte tragen kann. Schwere Buds können das Netz beträchtlich belasten, besonders wenn die Pflanze gut aufgefüttert wurde.
Die Höhe, in der das Netz montiert wird, ist entscheidend. Als Faustregel gilt: Das Netz sollte etwa 20 bis 30 cm über der Erde oder dem Topfrand angebracht werden. So haben die Triebe genug Platz, um sich unter dem Netz zu entwickeln, bevor sie durch die Maschen geführt werden. Bei größeren Gefäßen kann die Höhe entsprechend angepasst werden.
Zusätzlich zum Netz benötigst du weiche Pflanzenbinder, Schnüre oder Spiraldrähte, um die Triebe zu positionieren. Manchmal reicht es, die Triebe einfach durch die Maschen zu führen, manchmal müssen sie leicht fixiert werden. Achte darauf, dass keine scharfen Kanten oder Drähte die empfindlichen Triebe beschädigen.
- Maschengröße: 5×5 cm bis 10×10 cm empfohlen
- Fertignetze aus Nylon oder selbstgebauter Holzrahmen mit Schnur
- Höhe über Erde: 20-30 cm als Richtwert
- Stabiler Rahmen nötig wegen Gewicht der Buds
- Weiches Fixiermaterial verwenden, keine scharfen Kanten
Wann beginnt man mit dem Cannabis SCRoG Screen of Green Training?

Das SCRoG-Training beginnt in der Vegetationsphase, sobald die Pflanze groß genug ist, um erste Seitentriebe durch das Netz zu führen. In der Praxis bedeutet das: Du montierst das Netz, bevor die Triebe die Netzhöhe erreichen, und beginnst mit dem Einweben, sobald sie hindurchragen. Ein guter Zeitpunkt ist, wenn die Pflanze etwa 5-7 Nodien entwickelt hat.
Wenn du Topping als Vorbereitung einsetzt, solltest du nach dem Topping noch mindestens eine Woche warten, bevor du aktiv mit dem Einweben beginnst. Die Pflanze braucht Zeit, um sich zu erholen und die neuen Triebe zu stärken. Topping kurz vor SCRoG-Start kann zu Stress führen, der das Wachstum verzögert.
Ein häufiger Fehler ist es, zu früh mit dem Überleiten in die Blüte zu beginnen. Das Netz sollte zu mindestens 60-70 % gefüllt sein, bevor du den Lichtrhythmus auf 12/12 umstellst. In der Blüte strecken sich die Triebe noch einmal erheblich, was als ‚Stretch‘ bezeichnet wird. Diesen Stretch nutzt du aus, um das Netz vollständig zu füllen, ohne dass die Pflanzen an die Lampe stoßen.
Während der gesamten Vegetationsphase musst du regelmäßig kontrollieren, welche Triebe bereits durch das Netz ragen, und diese in freie Maschen umleiten. Das erfordert tägliche oder zumindest zweitägliche Aufmerksamkeit. Je mehr Zeit du in die Vegetationsphase investierst, desto homogener und ertragreicher wird die Blüte.
- Start: Ab 5-7 Nodien in der Vegetationsphase
- Nach Topping: Mindestens 1 Woche Erholungszeit einplanen
- Netz zu 60-70 % füllen vor dem Wechsel auf 12/12
- Tägliche Kontrolle und Einweben der Triebe nötig
- Stretch in der Frühblüte zur Netzfüllung nutzen
Cannabis SCRoG Screen of Green: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1 – Pflanze vorbereiten: Starte mit einer photoperiodischen Sorte in einem Topf passender Größe. Setze nach dem 5. oder 6. Nodium mit Topping an, um mehrere gleichwertige Haupttriebe zu erzeugen. Lass die Pflanze sich erholen und warte, bis die neuen Seitentriebe kräftig wachsen.
Schritt 2 – Netz montieren: Baue deinen SCRoG-Rahmen oder hänge das fertige Netz in einer Höhe von 20-25 cm über der Erde ein. Achte darauf, dass das Netz fest verankert ist und sich nicht verschiebt. Prüfe, ob die Maschen gleichmäßig sind und keine scharfen Enden vorhanden sind.
Schritt 3 – Einweben beginnen: Sobald Triebe durch das Netz ragen, führe sie sanft in die nächste freie Masche. Ziel ist es, alle Triebspitzen gleichmäßig über die Netzfläche zu verteilen. Triebe, die zu schnell in eine Richtung wachsen, umlenkst du in leerere Bereiche des Netzes. Diese Phase erfordert Geduld und regelmäßige Kontrolle.
Schritt 4 – Vegetationsphase verlängern: Lass die Pflanze so lange im 18/6-Lichtrhythmus, bis das Netz zu etwa 60-70 % bedeckt ist. Das kann je nach Sorte und Anzahl der Pflanzen 4-10 Wochen dauern. Eine längere Veg-Phase bedeutet mehr Arbeit, aber auch deutlich mehr potenzielle Blütenansätze.
Schritt 5 – Blüte einleiten und Stretch nutzen: Stelle den Lichtrhythmus auf 12/12 um. In den ersten 2-3 Wochen der Blüte strecken sich die Triebe noch erheblich. Nutze diesen Stretch aktiv, um verbleibende freie Maschen zu füllen. Nach dem Stretch hörst du auf, neue Triebe zu bewegen, und lässt die Pflanze ungestört blühen.
- Schritt 1: Topping zur Vorbereitung mehrerer Haupttriebe
- Schritt 2: Netz bei 20-25 cm Höhe stabil montieren
- Schritt 3: Triebe gleichmäßig in freie Maschen einweben
- Schritt 4: Veg verlängern bis Netz zu 60-70 % gefüllt
- Schritt 5: Blüte einleiten, Stretch zur Netzfüllung nutzen
Lollipopping und Defoliation als Ergänzung zum SCRoG

Eine der wirkungsvollsten Ergänzungen zum SCRoG ist das Lollipopping. Dabei werden alle Triebe und Blätter unterhalb des Netzes entfernt, die kein direktes Licht mehr erhalten. Diese unteren Bereiche würden ohnehin nur sogenannte Popcorn-Buds produzieren, kleine, lockere Blüten ohne nennenswerten Wert. Indem du sie entfernst, lenkt die Pflanze ihre gesamte Energie in die Kolas oberhalb des Netzes.
Zusätzlich empfiehlt sich eine gezielte Defoliation zu Beginn der Blüte. Das Entfernen großer, schattenbildender Blätter öffnet die Blütenzone für mehr Licht und Luftzirkulation. Zu viele Blätter im Blütebereich können außerdem zu Feuchtigkeitsstau führen, was das Risiko für Schimmel erhöht. Entferne aber niemals mehr als 20-30 % der Blattmasse auf einmal, um die Pflanze nicht zu überstressen.
Wichtig ist, nach dem Lollipopping und der Defoliation auf eine gute Versorgung mit Nährstoffen und Wasser zu achten. Stresssituationen erhöhen den Nährstoffbedarf der Pflanze. Informiere dich über häufige Nährstoffprobleme wie Überdüngung und achte darauf, dass der pH-Wert im optimalen Bereich liegt, damit alle Nährstoffe aufgenommen werden können. Auch Kalziummangel kann nach intensivem Training auftreten, wenn die Pflanze in der Stressreaktion mehr Mineralstoffe verbraucht.
- Lollipopping: Alles unterhalb des Netzes entfernen
- Popcorn-Buds werden eliminiert, Energie fließt in Hauptkolas
- Defoliation zu Blütebeginn für bessere Lichtdurchdringung
- Nie mehr als 20-30 % der Blätter auf einmal entfernen
- Nach Eingriffen: Nährstoffversorgung und pH-Wert kontrollieren
Häufige Fehler beim Cannabis SCRoG Screen of Green

Der häufigste Fehler beim SCRoG ist das zu frühe Einleiten der Blüte. Wenn das Netz erst halb gefüllt ist und du auf 12/12 wechselst, verschenkst du das gesamte Potenzial der Methode. Der Stretch füllt zwar noch einige Maschen, aber nicht ausreichend. Warte konsequent, bis die Fläche zu 60-70 % bedeckt ist.
Ein weiterer Fehler ist mangelhafte Luftzirkulation. Ein dichtes SCRoG-Netz voller Blätter und Triebe kann die Luftbewegung stark einschränken. Feuchte, stehende Luft im Blütebereich ist ein Nährboden für Botrytis (Grauschimmel). Achte darauf, dass deine Lüftung ausreichend dimensioniert ist und die Luft auch unter das Netz gelangt.
Viele Grower unterschätzen auch den Platzbedarf. Ein SCRoG-Netz bindet die Pflanze so stark an eine Position, dass das Herausnehmen aus der Growbox fast unmöglich wird, ohne das Netz zu entfernen oder zu beschädigen. Plane deshalb von Anfang an, wie du an Wurzelbereich, Töpfe und Ablauflöcher herankommst, und teste die Erreichbarkeit, bevor das Netz vollständig bewachsen ist.
Außerdem solltest du beim Gießen darauf achten, alle Töpfe gleichmäßig zu versorgen. Unter einem dichten Blätterteppich ist es schwer zu erkennen, welcher Topf Wasser braucht. Hebe Töpfe an, um das Gewicht zu prüfen, oder nutze einen Feuchtigkeitsmesser, um Unter- und Überversorgung zu vermeiden.
- Fehler 1: Blüte einleiten, bevor das Netz ausreichend gefüllt ist
- Fehler 2: Unzureichende Luftzirkulation unter dem Netz
- Fehler 3: Pflanzen festgewachsen im Netz, kein Zugang mehr zu Töpfen
- Fehler 4: Ungleichmäßiges Gießen durch schlechte Übersicht
- Fehler 5: Zu aggressives Beschneiden kurz vor der Blüte
Ertrag und Ergebnisse mit der SCRoG Methode

Was kannst du realistisch erwarten? Mit einer gut durchgeführten SCRoG-Methode lässt sich der Ertrag gegenüber einer untrainierten Pflanze deutlich steigern. In einem Standard-Growzelt von 60×60 cm kann eine einzelne, gut trainierte Pflanze unter SCRoG zwischen 80 und 150 Gramm getrocknetes Material liefern, je nach Sorte, Licht und Pflegeaufwand. In größeren Zelten mit leistungsstarker LED-Beleuchtung sind auch 200-400 Gramm pro Pflanze möglich.
Der Schlüsselfaktor für hohe Erträge mit SCRoG ist die Gleichmäßigkeit der Kola-Entwicklung. Da alle Triebspitzen auf derselben Ebene liegen und denselben Abstand zur Lampe haben, entwickeln sich die Buds gleichmäßig. Es gibt keine dominanten Kolas, die anderen das Licht wegnehmen, und keine schwachen Unterbereiche, die zu unbrauchbaren Popcorn-Buds verkümmern.
Ein weiterer Vorteil ist die Qualitätskonsistenz. Grower, die SCRoG regelmäßig anwenden, berichten von homogeneren Terpenprofilen und gleichmäßigerer Trichomreife, weil die gesamte Pflanze unter identischen Lichtbedingungen blüht. Das macht auch die Ernte einfacher, da alle Kolas zum selben Zeitpunkt erntereif sind.
- 60×60 cm Zelt: 80-150 g pro Pflanze realistisch
- Größere Zelte mit starker LED: bis 400 g möglich
- Gleichmäßige Kola-Entwicklung durch einheitliche Lichthöhe
- Keine Popcorn-Buds wenn Lollipopping konsequent durchgeführt wird
- Homogenere Trichomreife erleichtert Erntezeitpunkt-Bestimmung
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Pflanzen brauche ich für ein SCRoG?
Für ein SCRoG reicht oft eine einzige gut trainierte Pflanze, um ein 60×60 cm oder 80×80 cm Zelt vollständig zu füllen. In größeren Zelten können 2-4 Pflanzen sinnvoll sein. Weniger Pflanzen bedeuten in den meisten Regionen auch rechtlich weniger Risiko. Lieber eine Pflanze länger vegetieren als zu viele auf einmal zu starten.
Funktioniert SCRoG auch mit Autoflowern?
Grundsätzlich ja, aber der Effekt ist begrenzt. Autoflower-Sorten haben eine kurze, fest getaktete Vegetationsphase und reagieren empfindlich auf Stress. Das Netz lässt sich zwar aufbauen, aber die meisten Autoflower füllen es nicht vollständig aus, bevor die Blüte automatisch einsetzt. Für SCRoG sind photoperiodische Sorten deutlich besser geeignet.
Welche Maschengröße ist beim SCRoG optimal?
Die ideale Maschengröße liegt zwischen 5×5 cm und 10×10 cm. Kleinere Maschen erschweren das Einweben und Umleiten der Triebe. Größere Maschen bieten zu wenig Führung und die Triebe wachsen unkontrolliert. Viele erfahrene Grower bevorzugen 5×5 cm oder 6×6 cm für präzises Training.
Wann sollte ich aufhören, die Triebe ins SCRoG-Netz zu führen?
Spätestens nach der zweiten oder dritten Woche der Blüte solltest du das aktive Einweben einstellen. Zu diesem Zeitpunkt haben sich die Blütenknospen gebildet und das Bewegen der Triebe verursacht unnötigen Stress. Ab diesem Punkt lässt du die Pflanze einfach blühen und konzentrierst dich auf optimale Pflege.
Kann ich das SCRoG-Netz wiederverwenden?
Netze aus Nylon oder Schnur lassen sich grundsätzlich reinigen und wiederverwenden. Nach der Ernte solltest du das Netz gründlich mit Isopropanol oder einem milden Reinigungsmittel säubern, um Schimmelsporen und Schädlingseier zu entfernen. Stark verschmutzte oder beschädigte Netze solltest du ersetzen, da sie eine Infektionsquelle darstellen können.
Wie hoch sollte das SCRoG-Netz über den Pflanzen sein?
Als Richtwert gilt eine Höhe von 20 bis 30 cm über der Erde beziehungsweise über dem Topfrand. Bei großen Töpfen oder Anbau in Erde mit tiefer Pflanzung kann die Höhe nach oben angepasst werden. Wichtig ist, dass unterhalb des Netzes noch ausreichend Platz für die Stammstruktur und Luftzirkulation vorhanden ist.
Fazit
Die Cannabis SCRoG Screen of Green Methode ist eine der effektivsten Techniken für den Indoor-Anbau, die mit etwas Planung und regelmäßiger Aufmerksamkeit zu deutlich besseren Erträgen führt. Der Aufwand in der Vegetationsphase zahlt sich in der Blüte mehrfach aus, weil die gesamte Lichtfläche optimal genutzt wird und alle Kolas gleichmäßig reifen. Kombiniert mit Topping, Lollipopping und einer guten Belüftung ist SCRoG das komplette Paket für ambitionierte Heimgrower. Wer einmal mit dieser Methode gearbeitet hat, wird kaum noch zu untrainiertem Anbau zurückwollen.
