Cannabis Blütephase: Woche für Woche zur Ernte
Vom Umschalten des Lichtzyklus bis zu den ersten milchigen Trichomen — die Blütephase entscheidet über Ertrag und Qualität deiner Ernte.
Die Cannabis Blütephase Woche für Woche
Die Cannabis Blütephase beginnt mit dem Wechsel auf einen 12/12-Lichtzyklus (bei photoperiodischen Sorten) oder automatisch nach 3–4 Wochen (bei Autoflowers) und dauert je nach Sorte 7 bis 11 Wochen. In dieser Zeit durchläuft die Pflanze mehrere klar unterscheidbare Abschnitte, die jeweils unterschiedliche Pflege brauchen.
Frühe Blüte (Woche 1–3): Die Pflanze reagiert zunächst mit einem letzten Wachstumsschub (Stretch) und bildet erste Vorblüten aus, an denen sich das Geschlecht erkennen lässt. Wichtigste Aufgabe hier: männliche Pflanzen oder Zwitter frühzeitig identifizieren, bevor sie die Ernte durch Bestäubung gefährden.
Mittlere Blüte (Woche 4–6): Die Blütenstände verdichten sich sichtbar, und der Nährstoffbedarf verschiebt sich deutlich Richtung Phosphor und Kalium, während der Stickstoffbedarf sinkt. Wer hier bei der Wachstumsphasen-Düngung bleibt, riskiert Nährstoffüberschüsse und schwächere Blüten.
Späte Blüte (Woche 7+): Die Trichome — die harzigen Kristalle auf den Blüten — wechseln von klar über milchig zu bernsteinfarben. Dieser Farbwechsel ist der zuverlässigste Indikator für den richtigen Erntezeitpunkt, deutlich präziser als die Blütezeit-Angabe des Seedbanks allein.
"Verlass dich in den letzten zwei Blütewochen nicht auf dein Auge, sondern auf eine Lupe. Der Unterschied zwischen milchigen und bernsteinfarbenen Trichomen entscheidet über die Wirkung deiner Ernte."
Blütephase im Detail
Lichtzyklen zum Blühbeginn
Der Wechsel auf 12/12 ist der Auslöser der Blütephase — so stellst du ihn korrekt und ohne Lichtlecks ein.
Artikel lesen →
NPK-Tabelle für die Blüte
Wie sich der Nährstoffbedarf zwischen Wachstum und Blüte verschiebt — mit konkreten Richtwerten je Woche.
Artikel lesen →
Dünger richtig dosieren
Die 7 häufigsten Dosierfehler in der Blüte — und wie du Über- oder Unterdüngung sicher vermeidest.
Artikel lesen →
Popcorn Buds vermeiden
Kleine, lockere Blüten statt dichter Colas — die 5 häufigsten Ursachen und wie du gegensteuerst.
Artikel lesen →
Foxtailing erkennen
Fransige, überlange Blütenspitzen — genetisch normal oder Stresssignal? So unterscheidest du sicher.
Artikel lesen →
Wenig Trichome? Ursachen
Wenn die Blüten weniger glitzern als erwartet — die häufigsten Gründe für schwache Trichombildung.
Artikel lesen →
Erntezeitpunkt an den Trichomen bestimmen
Die präziseste Methode, um genau zu wissen, wann deine Pflanze wirklich erntereif ist.
Artikel lesen →
Zu früh ernten vermeiden
Die 5 häufigsten Anzeichen von Ungeduld — und warum sich Warten fast immer auszahlt.
Artikel lesen →Häufig gestellte Fragen zur Cannabis Blütephase
Wie lange dauert die Blütephase bei Cannabis?
Meist 7 bis 11 Wochen, abhängig von der Sorte. Sativa-dominante Sorten brauchen tendenziell länger als Indica-dominante — die genaue Blütezeit gibt der Seedbank meist an.
Woran erkenne ich den Beginn der Blütephase?
An den ersten weißen Härchen (Pistillen) an den Verzweigungen, meist 1–2 Wochen nach dem Umschalten auf 12/12. Davor zeigt sich oft noch ein letzter Wachstumsschub (Stretch).
Wie viel Licht braucht Cannabis in der Blüte?
Photoperiodische Sorten brauchen exakt 12 Stunden Licht und 12 Stunden ununterbrochene Dunkelheit — schon kurze Lichtlecks in der Dunkelphase können Stress und Zwitterbildung auslösen.
Wie ändere ich die Düngung in der Blüte?
Der Stickstoffbedarf sinkt, während Phosphor und Kalium wichtiger werden. Eine spezielle Blühdünger-Rezeptur oder eine an die NPK-Tabelle angepasste Dosierung ist hier sinnvoller als die Wachstumsphasen-Düngung beizubehalten.
Was tun bei Popcorn Buds oder wenig Trichomen?
Beides hat meist dieselben Ursachen: zu wenig Licht, Stress oder eine zu kurze Restlaufzeit der Blüte. Die verlinkten Detail-Artikel führen dich durch die konkreten Ursachen und Gegenmaßnahmen.
Wie erkenne ich den richtigen Erntezeitpunkt?
Am zuverlässigsten über die Trichomfarbe unter der Lupe: klar bedeutet zu früh, milchig ist der ausgewogenste Zeitpunkt, bernsteinfarben sorgt für eine entspanntere Wirkung. Reine Kalendertage sind deutlich ungenauer.
