Gießmengen-Rechner
Wassermenge und Gießintervall für deine Pflanzen berechnen — weniger raten, besser gießen.
Berechnet mit meinePlantage.de
Warum Gießen mehr ist als nur Wasser geben
Trockenzyklen sind wichtig
Wurzeln brauchen Sauerstoff — und der gelangt nur in das Substrat, wenn es zwischen den Gießvorgängen trocknet. Dauerhaft feuchte Erde verdrängt Luft aus den Poren und führt zu Sauerstoffmangel an den Wurzeln (Überwässerung). Die Trockenphase ist kein Fehler, sondern Teil des optimalen Gießzyklus.
Substrat entscheidet über Intervall
Erde hält Wasser deutlich länger als Kokos. Kokos hat kaum Wasserreserven und muss täglich oder sogar mehrmals täglich bewässert werden — dafür in kleineren Mengen. Perlite erhöht die Drainage und verkürzt die Trockenzeit. Das richtige Substrat für deinen Gießrhythmus zu kennen ist der erste Schritt.
Ablauf immer einplanen
10–20% Ablauf beim Gießen ist kein Wasserverschwendung — es spült Salz- und Düngeraufbau aus dem Substrat (Salt Buildup) und sorgt für gleichmäßige Durchfeuchtung bis zum Topfboden. Ablaufwasser immer sofort entfernen, damit die Wurzeln nicht dauerhaft im Wasser stehen.
Was beim Gießen schief gehen kann
- Nach Zeitplan gießen statt nach Substrat-Zustand — die Pflanze zeigt dir wann sie Wasser braucht, nicht der Kalender.
- Zu kleiner Topf und zu viel Wasser — in kleinen Töpfen überschwemmt man schnell das gesamte Wurzelvolumen ohne Trockenphase.
- Ablaufwasser stehen lassen — Dauerkontakt mit Ablaufwasser fördert Wurzelfäule und Trauermücken-Larven.
- pH-Wert des Gießwassers ignorieren — auch perfekte Gießmengen helfen nichts wenn der pH falsch ist und die Nährstoffaufnahme blockiert.
Gießmengen — was Grower wissen wollen
Wie viel Wasser braucht eine Cannabispflanze pro Gießvorgang?
Als Faustregel gilt: 20–30% des Topfvolumens bei Erde, 15–25% bei Kokos. Bei einem 10-Liter-Topf sind das 2–3 Liter. Wichtiger als die genaue Menge ist, dass etwas Ablaufwasser aus den Drainagelöchern läuft — das sichert gleichmäßige Durchfeuchtung und verhindert Salzansammlungen.
Wie oft sollte ich Cannabis gießen?
Bei Erde: erst gießen wenn die oberen 2–3 cm trocken sind — meist alle 2–4 Tage. Bei Kokos: täglich oder zweimal täglich, da Kokos keine Wasserreserven hält. Wachstumsphase und Pflanzengröße beeinflussen das Intervall zusätzlich.
Was passiert bei zu viel Gießen?
Überwässerung ist der häufigste Anfängerfehler. Symptome: hängende Blätter (auch bei ausreichend Wasser im Topf), gelbliche Färbung, schlechtes Wurzelwachstum. Dauerhaft nasse Erde fördert Trauermücken-Larven und Wurzelfäule.
Muss Ablaufwasser ablaufen?
Ja — ca. 10–20% Ablauf verhindert Salz- und Düngeraufbau im Substrat. Stehendes Ablaufwasser sollte sofort entfernt werden, damit die Wurzeln nicht dauerhaft im Wasser stehen. Das gilt besonders bei Kokos und mineralischen Düngern.
Ändert sich der Wasserbedarf in der Blüte?
Ja. In der frühen Blüte steigt der Bedarf mit der Pflanzengröße. In der Spätblüte (Flush) wird oft auf reines Wasser umgestellt. In den letzten 1–2 Wochen vor der Ernte trocknet man leicht aus um Terpene zu konzentrieren.
