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VPD-Rechner für Cannabis

Berechne den optimalen Verdunstungsdruck (VPD) aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit — passend zur Wachstumsphase deiner Pflanze.

Berechnet mit meinePlantage.de

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Hintergrund

Warum VPD wichtiger ist als Temperatur oder Feuchtigkeit allein

Warum?

VPD (Vapor Pressure Deficit) verbindet Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu einem einzigen Wert, der zeigt, wie stark die Luft gerade Feuchtigkeit aus den Blättern "zieht". Zwei Räume mit gleicher Temperatur, aber unterschiedlicher Feuchtigkeit, können für die Pflanze völlig unterschiedlich wirken — VPD macht das vergleichbar.

Wieso wichtig?

VPD steuert, wie stark die Pflanze über die Spaltöffnungen transpiriert und damit Nährstoffe aus der Wurzel zieht. Zu niedriger VPD bremst diesen Transport und begünstigt Schimmel, zu hoher VPD stresst die Pflanze und lässt Blätter welken.

Was tun bei Abweichung?

VPD zu niedrig: Luftfeuchtigkeit senken (Entfeuchter, mehr Luftaustausch) oder Temperatur leicht erhöhen. VPD zu hoch: Luftfeuchtigkeit erhöhen (Luftbefeuchter, weniger Abluft) oder Temperatur senken. Immer nur einen Faktor gleichzeitig ändern und neu messen.

Häufige Fehler

Was beim VPD-Messen schief gehen kann

  • Nur Temperatur oder nur Luftfeuchtigkeit einzeln bewerten — VPD verbindet beides, eine Zahl allein sagt nichts über die tatsächliche Pflanzenbelastung aus
  • Blatttemperatur-Versatz ignorieren: Blätter sind durch Transpiration kühler als die Luft, Standard ca. −2 °C — bei starker Ventilation eher −1 °C, bei schwacher −3 °C
  • Dieselben Zielwerte für alle Phasen annehmen — Keimling (0,4–0,8 kPa) und Spätblüte (1,2–1,6 kPa) brauchen grundlegend verschiedene Bereiche
  • Sensor direkt unter der Lampe oder nah am Abluft-Ventilator platzieren — Messung immer auf Pflanzenhöhe, im natürlichen Luftstrom der Pflanze
Häufige Fragen

VPD Cannabis — FAQ

Was ist ein guter VPD-Wert für Cannabis?

Das hängt von der Wachstumsphase ab: Keimling/Steckling 0,4–0,8 kPa, Vegetativ 0,8–1,2 kPa, Frühe Blüte 1,0–1,4 kPa, Späte Blüte 1,2–1,6 kPa. Der Rechner oben zeigt nach deiner Eingabe, wo du gerade stehst und was das für deine Pflanze bedeutet.

Was passiert bei zu niedrigem VPD?

Zu niedriger VPD (Luft zu feucht im Verhältnis zur Temperatur) reduziert die Transpiration der Pflanze. Folgen: verlangsamter Nährstofftransport aus der Wurzel und erhöhtes Schimmelrisiko — besonders in der Blüte gefährlich. Abhilfe: Luftfeuchtigkeit senken (Entfeuchter, mehr Luftaustausch) oder Raumtemperatur leicht erhöhen.

Was passiert bei zu hohem VPD?

Zu hoher VPD (Luft zu trocken) zwingt die Pflanze, ihre Spaltöffnungen zu schließen, um Wasser zu sparen. Sichtbare Zeichen: hängende Blätter, eingerollte Blattränder, Wachstumsstopp. Abhilfe: Luftfeuchtigkeit erhöhen (Luftbefeuchter, weniger Abluftstrom) oder Raumtemperatur senken.

Warum gibt es den Blatttemperatur-Versatz im Rechner?

Blätter sind durch aktive Transpiration um ca. 1–3 °C kühler als die umgebende Luft. Der VPD sollte technisch korrekt gegen die Blatttemperatur berechnet werden, nicht gegen die Lufttemperatur allein. Standard-Versatz im Rechner: −2 °C. Bei schwacher Ventilation eher −1 °C, bei starkem Luftstrom bis −3 °C.

Brauche ich ein Spezialgerät für VPD?

Nein. Ein einfaches Thermo-Hygrometer (Temperatur + Luftfeuchtigkeit) reicht — solche Geräte gibt es ab ca. 10–15 €. Messstation auf Pflanzenhöhe aufstellen, nicht unter der Lampe oder direkt am Lüfter. Die Formel erledigt der Rechner oben.